Ein Umzug ist meistens eine langwierige und beschwerliche Sache. Darum macht man das in der Regel dann auch etwas seltener als zB zum Friseur zu gehn.
Ein Domainumzug war auch mal eine unangenehme und komplizierte Angelegenheit. Richtig, war. Denn heute gibt es das sogenannte AuthInfo-Verfahren, wo man bei seinem aktuellen Anbieter einen AuthInfo-Code für die betreffende Domain beantragt, und mit diesem dann beim neuen Anbieter den Umzug starten kann. Das klappt bei richtigen Providern ganz hervorragend und innerhalb von Minuten.
So ist es beispielsweise bei domainfactory so, dass man nach Anmeldung im Kundenmenü zu jeder Domain direkt einen solchen AuthInfo-Code per Mausklick ordern kann. Ganz ohne Schikane, keine versteckten Untermenüs müssen durchsucht werden, keine komplizierten Antrags-Formulare, kein Passierschein A38..
Ich denke, wenn man sich seines guten Service bewusst ist, dann braucht man Optionen zu Kündigung oder Umzug nicht zu verstecken. Und ich bin bei der domainfactory SEHR zufrieden! Das sei hier nur mal erwähnt.
Dass es auch anders geht, beweist hier eindrucksvoll meine Jugendsünde im Providermilleu 1blu. Hier hatte ich bis kürzlich noch eine Domain mit Weiterleitung liegen, die ich nun auch zu meinen restlichen heim ins wohlige MyHome-Paket holen wollte. Nachdem ich tatsächlich noch die alten Anmeldedaten erraten hatte, suchte ich im Kundenmenü nach dem Link zur AuthInfo-Code Anforderung. Natürlich gibt es hier sowas nicht.. Strike 1.
Also ab in die FAQ und letztlich wieder eine Email an den Support geschrieben, mit der Bitte um Mitteilung des Codes. Aber auch das wurde nicht von Erfolg gekrönt, da man in Berlin zu sehr besorgt ist um meine Sicherheit..
Sehr geehrter Herr Haase,
vielen Dank für Ihre Anfrage.
Aus Sicherheitsgründen können wir E-Mailanfragen zum Auth-Code bzw. AuthInfo-Code
leider nicht beantworten. Wir möchten Sie hierfür ausdrücklich um Ihr Verständnis bitten.Bitte übersenden Sie uns stattdessen eine kurze Nachricht an unsere Postadresse
oder per Fax an die Nummer 0 30 / 20 18 10 01.[...]
Direkt nach Erhalt werden wir den Auth-Code bzw. AuthInfo-Code an die Emailadresse
des Domaininhabers oder aber an eine vom Domaininhaber benannte E-Mailadresse übersenden.
Aah ja. Jetzt war ich doch gespannt, inwieweit eine kurze Nachricht per Fax einer durch erfolgreiche Anmeldung authentifizierten Identität sicherheitstechnisch überlegen ist.. Also sah mein erster Versuch dann auch entsprechend formlos aus. Name, Anschrift (nicht aktuell) und die schlichte Bitte um den benötigten AuthInfo-Code bildeten das gesamte Dokument des Vetrauens.
Im übrigen sind das alles Daten, die sich JEDER bei einer Whois-Abfrage zu JEDER Domain frei zugänglich im Netz holen kann! Und eine gefaxte Unterschrift mit keiner vorhandenen abzugleichen, das ist ein graphologischer Job für Psych oder Monk oder noch eher Batman. Leider habe ich vergessen, eine alternative Emailadresse zu benennen, die dann auch noch die letzte Schutzfunktion, das Emailkonto des Inhabers, ausser Kraft setzt.. Strike 2.
Nachdem ich nun heute morgen prompt die Email mit dem erbetenen Code in Händen hielt, muss ich sagen, bin ich doch sehr beruhigt, dass die einzige Hürde zwischen meinen geliebten Domains und wildfremden Online-Gangstern bei 1blu offensichtlich nur die Dame am Faxgerät ist..NICHT! Strike 3.
Zum Glück gibt’s auch echte Provider!